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Testbericht: Motorola Flipout
16. Aug
Quadratisch, praktisch, gut – so könnte der Slogan für das ungewöhnliche Motorola Flipout lauten. Doch was kann das kleine Quadrat tatsächlich?
Wir zeigen euch alle Ecken und Kanten auf: In unserem bisher ungewöhnlichsten Testbericht. Dank des schnellen Datenstandards HSDPA (7,2 Mbit/s) und des stabilen Browsers werden Seiten in ordentlicher Geschwindigkeit aufgebaut.
Gescrollt wird mit einem Fingerwisch nach oben oder unten. Mit zwei Fingern, die ich auseinander ziehe, zoome ich einen Bildausschnitt näher heran.
Besonders löblich: Internetseiten werden genau an das Display angepasst. Lästiges Scrollen zu den Seitenrändern entfällt somit.
Doch während ich mobil im World Wide Web unterwegs bin, wird ein Nachteil deutlich.
Aufgrund der geringen Pixeldichte (120 ppi) erscheinen Webseiten zu Beginn recht undeutlich und grobkörnig. Um Texte oder Bilder genauer erkennen zu können, wird ständiges Heran- und Wegzoomen zur lästigen Pflicht. Auf Dauer ziemlich anstrengend, für den schnellen Informationsdurst im Bei der Kamera (3,1 Megapixel) fällt das Urteil hingegen eindeutig aus. Diese ist wirklich nur für Schnappschüsse zu gebrauchen. Gute Bilder gelingen damit eher per Zufall, und dann auch nur in ausbeleuchteten Bereichen.
Generell leidet das Flipout hier an einer mageren Ausstattung. Funktionen wie Blitzlicht, Autofokus, Makromodus oder Bildstabilisator sucht man in diesem Gerät vergebens.
Lediglich die Videoaufnahme mit 30 Bildern pro Sekunde liest sich auf dem Datenblatt zunächst recht ordentlich. Doch trotz dieser hohen Zahl wollen selbst Bewegtbilder nicht wirklich überzeugen. Irgendwie frägt man sich, wie während der Aufnahme 30 Bilder pro Sekunde zusammen kommen. Das Bild ruckelt ständig und zieht hässliche Schlieren nach: Flüssig sieht anders aus.
Auch hätte der Hersteller die Kameralinse an einer besseren Stelle anbringen können. Dadurch, dass diese sich auf der Rückseite des Tastaturgehäuses befindet, passiert es in der Praxis doch recht schnell, dass das Objektiv von einem Finger verdeckt wird. Besser wäre hier eine Anbringung auf der Gehäuserückseite des Displays gewesen, zumal sich so bequemer filmen und fotografieren lässt.
Fertige Aufnahmen wandern in eine übersichtliche Coverflow-Bibliothek. Diese läuft äußert flüssig und kategorisiert alle Aufnahmen nach Datum.
So, jetzt aber Handy beiseite. Schließlich ist mein Kumpel bereits da, und das Feierabendbier bestellt. Prost! An Tag zwei wird sich die Alltagstauglichkeit des Motorola Flipout beweisen.
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