Special WMC 2009 – Bereich Umwelt
Ein weiterer Trend der Messe waren umweltfreundliche Handys. Die Ansätze dazu gehen in verschiedene Richtungen.
Blue Earth lautet eines dieser Handys und stammt aus dem Hause Samsung. Das Touchphone besteht aus
Recycling-Material und kann mittels Solarzellen auf der Rückseite durch Sonnenlicht mit Energie versorgt werden. Samsung denkt aber noch einen Schritt weiter und verzichtet gleich bei der Produktion auf umweltschädliche Inhaltsstoffe. So besteht der Großteil des Gehäuses aus PCM. Dieser Kunststoff wird aus alten Wasserflaschen gewonnen. Dazu legen die Hersteller noch ein besonders energieeffizientes Ladegerät bei.
Rein optisch gesehen ließen sich die Entwickler von einem Kieselstein inspirieren.
Doch auch im Inneren schlummert umweltbewusste Technik: Der Eco-Mode ist ein Stromsparmodus der sich mit einer einzigen Taste aktivieren lässt: Mit ihm wird die Bildschirmhelligkeit gedrosselt und Bluetooth und die Hintergrundbeleuchtung nach kurzer Zeit deaktiviert. Besonders sinnvoll fanden wir die Funktion Eco-Walk. Damit errechnet das Programm mittels Schrittzähler die Kohlendioxideinsparung auf einer Strecke, die zu Fuß und nicht mit dem Auto zurückgelegt wurde.
Nokia setzt bei seinem neuen Designhandy mit dem Namen Remade komplett auf recyclete Materialien. Das Mobiltelefon selbst sieht deswegen aber nicht billig aus, sondern kann durchaus mit hochwertigen Design und – nicht zu vergessen – Materialen überzeugen.
In die Massenproduktion wird das Handy derzeit aber nicht gehen. Für Nokia dient dieses Konzept zunächst einmal als Grundlage um zu ermitteln, wie solche Handys in der Herstellung zu realisieren sind.
Doch nicht nur einzelne Hersteller zeigten ihr steigendes Umweltbewusstsein, sondern gleich die ganze Branche entwickelt sich in diesem Bereich weiter.
Auf dem diesjährigen World Mobile Congress haben sich die führenden Hersteller und deren Anbieter auf ein einheitliches Netzteil geeinigt, das bis 2012 die Mehrzahl aller Handys damit ausgerüstet sein sollen.
Das hat nicht nur für den Verbraucher den Vorteil auf ein einziges Ladergerät zugreifen zu können, vor allem soll aber die Umwelt geschont werden. Dafür sollen nach bisherigen Plänen moderne Micro-USB-Anschlüsse Verwendung finden, die im Vergleich zu heutigen Ladegeräten satte 50 Prozent weniger Energie benötigen. Somit wird der Treibhausaustoß um ein Vielfaches reduziert - und der Verbraucher spart dabei bares Geld.
Auf keinem Mobile World Congress lag das Umweltbewusstsein so in den Köpfen der Hersteller und Besucher wie in diesem Jahr. Besonders interessant fanden wir die unterschiedlichen Konzepte, von der Produktion beginnend bis hin zu eigenen Solarzellen. Besonders lobenswert fanden wir auch die Einigung auf ein einziges Ladegerät, die von vielen Hersteller und Vertriebspartner sofort begrüßt wurden.
Hier zeigt sich auch, wie wandlungsfähig sich die Branche an den Nutzerwünschen anpasst. Erste Versuche mit Dynamotechnische Akkus, die mit Kraftaufwand geladen werden, erinnern gegen die Neuvorstellungen als kämen sie von vorgestern.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von mkrammer am 25. Februar 2009 um 11:03 veröffentlicht und unter Umwelt abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |












