Seit Apple´s erstem Smartphone, dem iPhone, mutierten Touchscreengeräte im Handybereich zum Trend schlecht hin. Dass dies keine Modeerscheinung war, sondern mittlerweile zu modernen Handys gehört, zeigte sich auf dem World Mobile Congress. Kaum ein Hersteller setzt noch auf eine alleinige Tasteneingabemethode, sondern kombinieren diese mit einem zusätzlichen Touchscreen.

In dieser Rubrik möchten wir Ihnen die interessantesten Neuerungen vorstellen. Schon einmal vornweg – Apple war auf dieser Messe nicht vertreten. Dennoch ist dies kein Grund zur Sorge, denn die Konkurrenz hat mächtig dazu gelernt.

HTC zeigte gleich am ersten Messetag, wie Nachfolger auszusehen haben. Das Touch Pro 2 und das Touch Diamond 2 steigern die Displaydiagonale im Vergleich zu den erfolgreichen Vorgängern und können mit einer höheren Auflösung protzen. Gestochen scharfe 400×800 Bildpunkte sind für die beiden Allrounder kein Problem. Natürlich setzt der Hersteller wieder einmal auf umfangreiche Anwendungsmöglichkeiten. Beide Geräte werden mit Windows Mobile 6.1 ausgestattet werden. Wer gerne Fotos schießen möchte hat bei den Modellen die Wahl zwischen 5,0 (Touch Diamond) und 3,1 Megapixeln (Touch Pro).

Damit in Zukunft die Eingabe und die Menüs selbst immer einfacher und intuitiver von statten gehen, entwickeln die Hersteller in verschiedenen Bereiche, um den Touchscreen voll ausnutzen zu können. Besonders beeindruckend ist die 3D-Benutzeroberfläche „S-Class“ aus dem Hause LG. Mehr zu diesem Betriebssystem finden Sie in der Kategorie „Betriebssysteme“.

Ein weiters Messhighlight stammt ebenfalls von LG. Das GD900 wirkt aufgrund seiner durchsichtigen Komponenten wie aus Glas gefertigt und entzieht sich so dem Durchschnittsdesign der Tochscreenhandys. Die hauptsächliche Bedienung erfolgt hier natürlich über den 640×480 Pixel starken Bildschirm. Auch hier wird „S-Class“ zum Einsatz kommen. Zusätzliche Nummerntasten werden mit dem Slider einfach aufgeschoben.

Auch andere Hersteller, die auf dem europäischen oder amerikanischen Markt noch keinen Fuß fassen konnten, setzen auf die moderne Touchscreen- Technologie. So auch der taiwanesische Hersteller Gigabyte, der auf dem WMC sein Tophandy Gsmart S1200 vorstellte. Rein optisch erinnert es stark an das iPhone, doch nicht nur die Auflösung mit 800×400 Pixel bei 3,1 Zoll Diagonale machen den Unterschied, auch das Betriebssystem spricht eine andere Sprache. Zum Einsatz kommt im nur 11,4 mm dünnen Gerät das Betriebssystem Windows Mobile 6.1. Darüber legten die Entwickler aber eine fingerfreundliche Bedienvariante. Eine Aufstockung auf Win 6.5 soll zudem möglich sein. Bereits im 2. Quartal 2009 soll das Smartphone auf den Markt kommen. Fotos werden mit einer Auflösung von 3 Megapixeln aufgenommen.

Die World Mobile Conference im Jahre 2009 hat uns in Punkto Eingabe eines gelehrt – Tasten sind tot, lang lebe das (berührungsempfindliche) Display. Das merkt man besonders an der Art und Weise, wie Hersteller versuchen sich mit ihrem Screens, samt Benutzeroberfläche gegenseitig zu übertrumpfen. Von dieser Entwicklung wird besonders der Endverbraucher profitieren.

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