Einschätzungen des Branchenverbandes BITKOM zufolge, wird sich die Handy Absatzzahlen in Deutschland wieder vergleichsweise schnell erholen. Während es im Jahr 2008 noch ein leichtes Plus von 4,4 Prozent gab, wird in 2009 der Absatz erstmals sinken. Und zwar um 5,2 Prozent, so die Prognose. Trotz des Rückgangs würden dann jedoch immer noch 26,3 Millionen Handys verkauft werden.

Bereits 2010 soll der Verkauf dann wieder zulegen. Die Schätzungen gehen von einem Zuwachs um 2,3 Prozent auf knapp 27 Millionen Geräte aus, so eine Mitteilung des BITKOM die auf Erhebungen und Hochrechnungen aktueller Marktdaten des Marktforschungsinstituts EITO basiert. Der Präsident des ITK Branchenverbandes, August-Wilhelm Scheer, sagte dazu: “Der Handy-Markt befindet sich im Umbruch. Der Trend geht immer stärker zu Multimedia-Geräten, die häufig über den Bildschirm gesteuert werden.“ Trotz des allgemeinen Rückgangs gibt es innerhalb des Handy-Marktes jedoch auch Wachstumssegmente: Auch in 2009 wird die Gerätegattung der sogenannten Smartphones stark zulegen. Auch soll die Anzahl der Mobilfunkanschlüsse um 5 Prozent auf steigen, so dass Ende 2009 circa 113 Millionen Anschlüsse gezählt werden.

Auch im europaweiten Vergleich steht Deutschland relativ gut da. Auf dem englischen Markt, dem größten für Mobiltelefone in der EU, wird der Absatz in 2009 gar um 8 Prozent schrumpfen und die absolute Zahl verkaufter Geräte auf 30,7 Millionen Stück sinken. In Italien wird ein Rückgang um 7,2 und in Frankreich um 4,9 Prozent erwartet. Im Gesamtdurchschnitt aller EU-Länder soll 2009 der Absatz um 5,3 Prozent auf ein Volumen von 174 Millionen Stück zurück gehen.

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