Mit Vodafone hat der größte Mobilfunkanbieter der Welt ein eigenes Musik-Angebot für den deutschen Markt angekündigt. Ein Sprecher des Konzerns teile mit, man werde “in den nächsten Wochen ein eigenes Angebot vorstellen”. Einen Zusammenhang mit der Ankündigung von Nokia (“Comes With Music”) bestehe nicht; eine Musik-Flatrate habe man bei Vodafone schon länger geplant. Der Nokia Dienst mit unbegrenzter Nutzung zum Festpreis von 10 Euro pro Monat startete am 4. Mai.

Zwar kann man schon heute bei den Mobilfunkanbietern Musiktitel herunterladen, doch dem Kunde wird jeder Download einzeln berechnet. Ähnlich wie Nokia plane Vodafone ein weitgehend von Schutzrechten freies Vertriebsmodell. Der Kunde soll geladene Titel auf allen Endgeräten abspielen können und eine monatliche Kostenpauschale zahlen. Angeblich soll sich der Flatrate-Aufpreis auch bei Vodafone um zehn Euro bewegen und wird womöglich unabhängig von der Wahl des Endgerätes sein.

Nokia Kunden hingegen haben zum Start nur eine Auswahl von vier Modellen, die sich optional mit dem Musikdienst kombinieren lassen. Allerdings stehen bei Nokia derzeit schon fünf Millionen Titel zum Abruf bereit, was bei den Mobilfunkbetreibern für Unmut gesorgt hatte. Die Provider betrachten die Aktivitäten des Handybauers als inhaltliche Konkurrenz, weil die Distribution von Content zu den Geschäftshoheiten der Mobilfunkdienste-Anbieter gehöre.

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