Die internationalen Mobilfunk-Betreiber Telefonica (in Deutschland mit der Marke O2 aktiv) und Vodafone wollen in Zukunft ihre Netz-Kapazitäten in verschiedenen Märkten Europas zur gegenseitigen Nutzung bereitstellen. Durch das Network-Sharing erhoffen sich die Konzerne Kostenvorteile von einigen Hundert Millionen Euro sowie einen schnelleren Ausbau der mobilen Breitbandnetzwerke. Für den Kunden soll dies eine bessere Netzwerk-Qualität sowie Kostenvorteile mit sich bringen. Auch soll durch die Einsparung von Funkmasten die Elektrosmog-Belastung reduziert werden.
Die Kooperation bezieht sich aber nur auf die Netz-Infrastruktur im Hintergrund. Alle Dienste und Marken sollen nach wie vor völlig unabhängig voneinander in einem Mitbewerbsverhältnis angeboten werden. Zur Infrastruktur der Netze zählen im wesentlichen die Bestandteile der Übertragungstechnik wie Mobilfunkmasten und Antennen oder Schaltkästen.

Diese wollen sich beide Netzwerkbetreiber künftig in einigen Ländern teilen und den Aufbau weiterer Netz-Ressourcen gemeinsam gestalten. Konkret bezieht sich die Zusammenarbeit im ersten Schritt auf folgende Märkte: Deutschland, Großbritannien, Irland und Spanien. Unter Umständen kommt Tschechien hinzu.
Hierzulande sollen insbesondere bereits existierende Übertragungsstandorte gemeinsam betrieben werden. Ähnliches gilt für Spanien, wo sich beide Unternehmen ebenfalls heute schon Ressourcen teilen. Ein gemeinschaftlicher Ausbau der Netz-Standorte ist dagegen in Großbritannien und Irland geplant.

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