Testbericht Sony Ericsson Xperia X1
Sony Ericsson zieht nun auch in das Smartphone-Segment ein. Als erstes Handy der Gerätserie geht das
Xperia X1 ins Rennen. Anspruchsvolles Design, vereint mit moderner Technik soll die Konkurrenz aufmischen. Ob das Vorhaben gelungen ist erfahren Sie in unserem umfassenden Testbericht.
Sony Ericsson Xperia X1 – Design
Egal ob Musik-, Foto oder sonstige Handyreihen, Sony Ericsson legte schon immer besonderen Wert auf ein gelungenes Äußeres ihrer Produkte.
Das Xperia X1 kann schon aufgrund der Materialwahl überzeugen. Hochglanzpolierter, nach Wahl mattschwarzer oder silberner Kunststoff, kombiniert mit gebürstetem Edelstahl sorgt für eine ansprechende Optik.
An den Seitenrändern setzt sich der positive Eindruck weiter fort. Rund um das Gehäuse zieht sich ein schmaler Metallstreifen, der das Gerät edel erscheinen lässt und im Smartphone-Bereich zugleich einzigartig macht. An den Rändern finden sich ebenso diverse Schnellzugriffstasten und Eingangs-, bzw. Ausgabeports.
Eine Tastenwippe für Zoom- und Lautstärkeregelung, sowie eine Taste zum Aktivieren der Kamera war den Designer schon genug. Auf der gegenüberliegenden linken Seite wurde nur die Lade- und Datenempfangsschnittstelle angebracht. Mit weiteren Tasten oder ähnlichem hält sich das Xperia aber bedingt zurück.
Für Manche mögen die geringe Anzahl der Schnellzugriffstaten am Seitenrand etwas störend wirken, betrachtet man diese aber im Hinblick auf das Gesamtbild, so wurde genau das richtige Mittelmaß aus Funktionalität und Design gefunden. So wirkt das Handy nicht zu sehr überladen, konzentriert sich aber auf das Wesentliche.
Nun kommen wir zum eigentlichen Designhighlight, der ausziehbaren Volltastatur. Auch hier eine Premiere im Sony Ericsson-Sortiment, die sich zudem besonders sehen lassen kann. In beiden Farbvarianten erscheint diese ausschließlich in silber-metallicem Untergrund. Die darauf liegenden Tasten selbst sind aus matt-silbernem Kunststoff gefertigt und lassen sich komfortabel bedienen.
Die einzigen angebrachten Negativpunkte betrifft die Größe und das Gewicht, denn mit einer Abmessung von 110x53x16,8 mm und 158 Gramm kann es sich nicht mehr zu den leichteren und kleineren Geräten zählen.
Sony Ericssons Einstieg in den Smartphone-Markt ist aus optischer Sicht schon mal mehr als gelungen. Jegliche Designansprüche dürften hier locker erfüllt sein. Ein ähnlich schickes Smartphone sucht man bis dato vergebens. Nun muss sich das Gerät noch in anderen Punkten beweisen.
Sony Ericsson Xperia X1 – Verarbeitung
Dem Design gegenüber steht auch die Verarbeitung in nichts nach. Die gesamten Materialen wurden stabil zusammengefügt und erlauben keine ungleichen Spaltenbreiten oder ähnliches.
Wie exakt die Hersteller auf eine saubere Verarbeitung geachtet haben, sieht man an der ausziehbaren Volltastatur. Die gesamte Tastatur wirkt im Zusammenspiel zum metallenen Untergrund besonders edel. Erscheinen die Tasten selbst zunächst ebenso aus Metall gefertigt wie der Untergrund selbst, wird spätestens beim ersten Tippen klar das hier Kunststoff im Spiel ist. Das tut dem schicken Eindruck aber keinem Abbruch, sondern hebt die Bedienfreundlichkeit durch die weicheren Druckpunkte ein wenig an. Auch im Hinblick auf deren Tastenabstände sind keinerlei Unstimmigkeiten zu erkennen.
Der stabile Slider-Mechanismus selbst gleitet lautlos und sehr angenehm von einem Rastpunkt zum Nächsten. Der Screen justiert sich geöffnet in einem angenehmen Winkel zum Betrachter. Damit verliert man auch beim Schreiben nie den Bildschirm aus den Augen.
Ein paar Kleinigkeiten störten aber dann doch im Praxistest. Diese beschränken sich aber nur auf das Touchpad. Das Scrollfeld sitzt leider etwas zu tief und zu wackelig in der Befestigung und erschwert so genaues Bedienen.
Bis auf die wenigen Mankos konnten wir bei der Verarbeitung aber keinerlei weitere Schwächen erkennen. Das ist besonders schön im Hinblick auf das mehr als gelungene Design. Beide Punkte im Zusammenspiel sind wirklich mehr als gelungen und besonders toll anzusehen.
Sony Ericsson Xperia X1 – Bedienung
Bei der Bedienung hingegen ist das Xperia X1 ein zweischneidiges Schwert. Zwar stimmen sämtlich Tastendruckpunkte, inklusive der gesamten Volltastatur, auch der Touchscreen selbst reagiert zuverlässig und genau, doch das Betriebssystem Windows Mobile 6.1 kann es dem Nutzer schon mal schwer machen. Eine Schwäche, die auf Microsoft zurück zuführen ist und alle Smartphones mit dieser Benutzeroberfläche gemein haben.
Zu umständlich und schwerfällig wurde der Treiber gestaltet, hin zu kommen noch diverse Menüpunkte, wie Kontakte, sowie sämtliche Untermenüs, in denen an eine korrekte Eingabe per Finger nicht mehr zu denken ist. Denn dafür liegen sämtliche anwählbaren Punkte einfach zu eng aufeinander.
Sony Ericsson hält hierfür aber zwei zusätzliche Bedienvarianten offen.
Zum einen über die gewöhnlichen Navigationstasten, die direkt unter den Touch Screen angebracht wurden, zum andern kann die Eingabe mittels Stylus erfolgen.
Besonders bei letzterem sind wirklich alle Menüpunkte am einfachsten und schnellsten zu treffen. Diese Eingabemethode hat aber auch wieder einen Nachteil. Klappt das Navigieren bei störungsfreiem Umfeld wirklich tadellos, wird diese bei Busfahrten und ähnlichem erschwert und kann dort schnell anstrengend werden.
Am sichersten funktioniert die Bedienung also ganz Klassisch mittels Navkey (Navigationstasten). Erscheint einem der mittige Druckpunkt zunächst als gewöhnlicher Bestätigungsbutton, wird bereits nach kurzem testen klar, das dieser kleine Balken bereits auf leichte Berührungen reagiert. Damit lässt sich in allen Menüs wunderbar scrollen, ohne dabei extra in den Scrollbalken oder das Display greifen zu müssen. Das kleine Feld reagiert dabei in alle Richtungen. Flankiert wird dieses Pad von sechs Tasten, die für Telefonate, menüspezifische Dinge oder zur Panelaktivierung zum Einsatz kommen.
Geschwindigkeitsrekorde werden mit der normalen Eingabe zwar nicht gebrochen, aber zumindest muss man sich hier keine Gedanken machen oder zwischendurch auf andere Eingabemittel umgreifen. Zudem kann mittels des Scrollfeldes alles schneller als bei gewöhnlichen Navigationstasten bedient werden.
Dennoch sollte man die Touchscreenbedienung nicht vollkommen abschreiben. Die wichtigsten Menüpunkte und Programme lassen sich dennoch gut über den berührungsempfindlichen Bildschirm öffnen, auch wenn größere Anwahlpunkte dem Bedienkomfort nicht geschadet hätten.
Mit Windows Mobile legte Sony Ericsson ein zuverlässiges und umfangreiches Betriebssystem bei, gleichzeitig ist dieses für die Bedienung ein Stolperstein. Wir raten daher allen Interessenten in diesem Punkt vorher zum Selbsttest.
Doch hätten die Entwickler des schwedisch-japanischen Unternehmens nicht noch einige Eingabealternativen eingebaut, wäre dieser Kritikpunkt weit drastischer Ausgefallen. So bleibt jedem selbst die Entscheidung, welche Bedienvariante für sich die Beste darstellt.
Doch nicht nur Tasten oder ein Betriebssystem sind für eine gute Bedienbarkeit erforderlich, mit dem Gehäuse selbst schließt sich der Kreis wenn es um gelungenen Bedienkomfort geht.
Zumindest hierbei kann das Xperia X1 noch mal auftrumpfen. Denn das Gehäuse wurde sehr durchdacht gestaltet. Die Seitentasten lassen sich nicht nur gut erfühlen, sondern auch im geöffneten, wie auch im geschlossenen Zustand sehr gut bedienen. Selbiges gilt für das Erreichen der sämtlichen Eingangsports. Doch nicht nur deswegen konnte uns das Gehäuse im Test überzeugen, sondern auch aufgrund der übrigen Tastenbelegung, die zu jeder Zeit keine Wünsche in Sachen Bedienkomfort offen lassen.
Weitere Sony Ericsson-Neuheit ist eine Ein- und Ausschalttaste. Diese wurde auf der Stirnseite angebracht und sperrt bei einmaligem Druck den Bildschirm sowie sämtliche Eingabetasten.
Ein weiterer Druck oder das öffnen des Sliders gibt das gesamte Handy wieder frei.
Gerade hier machen sich die Bemühungen der Sony Ericsson Entwickler bemerkbar. Statt hier die gesamte Arbeit Microsoft zu überlassen, wurden hier so gut es ging sämtliche Schwachstellen des Betriebssystems minimiert oder über Umwege umgehen. Zwar konnten nicht alle Punkte ausbessert werden, wir sind aber der Meinung, dass das Xperia trotz einiger Softwareschwächen das am besten zu bedienende WinMob-Smartphone darstellt. Dennoch raten wir hier noch mal zum Selbsttest.
Sony Ericsson Xperia X1 – Kamera
3,2 Megapixel sind nicht mehr Zeitgemäß? Nun, mit diesem Kamerachip müssen Besitzer beim Sony Ericsson Xperia X1 auskommen.
Trotzdem möchten wir Ihnen zeigen, warum das selbst Fotofans nicht abschrecken sollte, denn wie immer zählen die Bildergebnisse.
Beginnen wir zunächst mit den unterschiedlichen Aufnahmemodi, die das Sony Ericsson in fast allen belangen zu einem wahren Allrounder machen.
Diese stehen mit einem einfachen Fingertipp auf den Einstellungsbutton zur Auswahl und werden unterteilt in den Oberkategorien Szenen (dort – Auto, Portrait, Landschaft, Dämmerung, Sport und Dokument), Touchfokus, Licht und Aufnahmemodus. Mittels Touchfokus bestimmt der Fotograf selbst, worauf das Objektiv den Fokus legen soll. Und dieser wird intuitiv mittels eines einzigen Fingertipps auf den gewünschten Ort platziert. Hierüber lässt sich auch der Makromodus aktivieren, der ausgesprochen scharfe Bilder aus nächster Nähe liefert. Weiter entfernte Objekte lassen sich dagegen mit 8-facher Vergrößerung vor die Linse holen.
Am meisten beeindruckte uns aber die realistische Farbwiedergabe und Schärfe der Aufnahmen, die es sogar mit 5 MP-Handys aufnehmen kann. Natürlich trägt auch das ausgesprochen gute Display mit einer Auflösung von 800×480 Pixel zum guten Ergebnis bei. Zwar müssen bei einem vergrößerten Ausdruck Abstriche bis zu einem gewissen Grad gemacht werden, ein normaler Ausdruck auf Standartfotogröße sieht aber dennoch sehr gut aus.
Dem bisherigen positiven Gesamteindruck steht nur der schwache LED-Blitz gegenüber, der den Begriff „Blitzlicht“ eigentlich gar nicht verdient. Denn das „Licht“ verliert sich schon auf den ersten Meter und wird von der Dunkelheit vollständig aufgesogen. Für Partyaufnahmen ist die LED aber gerade noch ausreichend.
Dafür ist die Videoaufnahmefunktion gut gelungen. Die als eines der wenigen Sony Ericsson Handys Videos in VGA-Qualität aufnimmt, bei flüssigen 30 Bildern pro Sekunde und ohne zeitliche Beschränkung. Auch hier stehen wieder etliche Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung.
Man sieht hier also mehr als deutlich, dass eine reine Beschränkung auf eine hohe Pixelanzahl noch lange nicht für gute Bilder verantwortlich sein muss. Denn trotz der „wenigen“ Megapixel können sich die Aufnahmen des Xperia wirklich sehen lassen.
Sony Ericsson Xperia X1 – Musikplayer
Heutzutage darf kein Handy mehr auf eine Musikplayerfunktion verzichten. Das gilt vor allem für ein Smartphone wie dem Sony Ericsson Xperia X1.
Intern bietet das Handy einen Speicher von wenigen 400 Mbit. Das ist für wahre Musikfans wohl eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ist das noch zu verschmerzen, entdeckten wir aber etwas völlig unverständliches – Sony Ericsson verzichtet bei ihrem Vorzeige-Smartphone auf eine beigelegte Speicherkarte. Musikfans müssen also noch mal mit Zusatzkosten rechnen. Zum Ausgleich schluckt das Xperia X1 Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 32 GB. Selbst absolute Musiksammler sollten damit zufrieden sein.
Trotz der fehlenden Speicherkarte im Lieferumfang gibt es für Musikbegeisterte noch gute Gründe für das Smartphone.
Zum einen sei hier die einfache Synchronisation zu erwähnen, die auf die gesammelten Werke des Windows Media Players zugreift und Daten schnell auf das Handy überträgt. CD-Covers werden ebenfalls übernommen und dargestellt.
Zum anderen verzichteten die Entwickler nun endlich auf den klobigen Fastport-Adapter, der vielen Sony Ericsson-Fans schon länger ein Dorn im Auge war. Damit können Musikfans endlich auch bei einem schwedisch-japanischen Handy auf eine riesige Köpfhörerauswahl zurückgreifen. Der 3,5 mm Anschluss macht dies nun möglich.
Und der ist eigentlich auch nötig. Wie so oft lassen die mitgelieferten Kopfhörer einen bassintensiven Sound vermissen. Dieses Problem lässt sich mit hochwertigen Kopfhörern zum Glück aber umgehen. Da ein Equalizer fehlt, kann das Klangbild leider nicht nach eigenen Wünschen angepasst werden.
Die Musikauswahl verläuft im übersichtlichen Menü stets flüssig und macht auch optisch einen guten Eindruck. Hier gefiel uns die leichte Bedienung über die benutzerfreundlichen Touchbuttons. Damit kann der Stylus getrost im Gehäuse bleiben. Das liegt aber weniger an den Programmierkünsten der Microsoftmitarbeiter, denn Sony Ericsson selbst zeichnet sich für die Gestaltung und die Bedienfreundlichkeit verantwortlich.
Sony Ericsson Xperia X1 – Multimedia
Gerade in diesem Bereich trennt sich ein Smartphone von gewöhnlichen Handys. Zwar wirken beide Gattungen auf den ersten Blick oft gleich ausgestattet, dass dem aber nicht so ist, lässt sich wunderbar am Beispiel Sony Ericsson Xperia X1 demonstrieren.
Beginnen wir zunächst mit dem mobilen Internetbrowser. Hier hat der Nutzer gleich die Auswahl zwischen Microsofts Explorer oder den Opera Browser. Beide befinden sich bereits vorinstalliert. Doch in der Performance machen diese eine unterschiedliche Figur. Opera ist aufgrund des deutlich schnelleren Seitenaufbaus und der einfacheren Handhabung deutlich dem Explorer vorzuziehen. Neben HSDPA unterstürzt das Xperia X1 GPS, EDGE sowie drahtloses Surfen Zuhause über WiFi.
Beides gemein ist die schnelle Datenübertragung im modernen HSDPA-Netz mit satten 7,2 Mbit/s. Zum Ergebnis der guten Interntet-Fähgikeit trägt aber auch hier das ausgesprochen gute Display bei, das selbst auf größerem Abstand Schriften dank 800×480 Bildpunkten noch deutlich darstellt und somit gut zu lesen ist
Der guten Performance zum trotz haben sich aber auch hier einige Schwachpunkte eingeschlichen. So erfolgt die Darstellung im Querformat aufgrund eines fehlenden Lagesensors nicht automatisch, sondern muss zunächst manuell eingegeben werden.
Ist das Bild aber erst mal um 90 grad gedreht, erübrigt sich seitlich Scrollen dank der großen Bilddiagonale von 3,5 Zoll vollkommen.
Weiterer Schwachpunkt ist das Fehlen eines YouTube-Clients. Damit müssen Fans verschiedener Videoportale unterwegs auf Flashvideos verzichten.
Natürlich können dafür noch spezielle Softwareprogramme für den Browser geladen werden. Wir raten von diesem Schritt aber eingehend ab. Denn nicht nur das Betriebssystem wird deutlich anfälliger und instabiler, auch ein kompletter Datenverlust kann die Folge sein. Hierbei ist die Konkurrenz oftmals einen Schritt voraus.
Die mobile Navigation via Handy ist heutzutage ebenfalls kein Problem mehr. Käufer des Xperia finden zunächst keinerlei Software vorinstalliert. Diese findet sich aber auf der mitgelieferten CD-ROM. Darauf stehen die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz kostenlos zum dreimonatigen Test zur Verfügung. Wer die Navigation vollkommen und andere Länder frei schalten möchte kommt um den Lizenzkauf nicht herum.
Der Navigator selbst funktionierte im Test stets problemlos. Über AGPS wurde der Standort in durchschnittlich 16 Sekunden ermittelt. Verbindungsabbrüche hatten wir auf der Straße keine.
Die Lautsprecher sind auch in höherem Verkehrslärm noch klar verständlich, könnten aber dennoch einen Tick lauter klingen.
Nichts desto trotz waren wir sowohl von der mobilen Routenführung selbst, als auch von der Reaktionsgeschwindigkeit positiv überrascht.
Wer seine Daten vom heimischen PC aus auf das Sony Ericsson übermitteln möchte nutzt das MicroUSB-Ladekabel, das gleichzeitig als Datenkabel dient. Zum Laden des Akkus steckt man dieses dann nur noch an den Steckdosenadapter. Dieser kleine Designkniff erspart dem Nutzer unnötigen Kabelsalat.
Weniger Spektakulär verhält sich das Sony Ericsson im Bereich der Handy-Games. Vorab wurden Spiele wie Solitär, Bobble Breaker, Astraware Sodoku und Bejeweled 2 installiert, die alle in wenig sehenswerter 2D-Grafik über den Bildschirm laufen. Spiele in 3D werden dazu vollkommen verweigert. Wer sich also zusätzliche Games laden möchte, der muss auf 2D-Grafiken zurückgreifen.
Mit den bekannten Office-Programmen Word, Excel, PowerPoint und dem PDF-Viewer mutiert das Sony Ericsson zum mobilen Schreibtisch für die Hosentasche. Dieses Gefühl wird zusätzlich noch durch die ausziehbare Volltastatur und dem großen Screen verstärkt.
Die Programme selbst verfügen über die meisten Funktionen, wie sie die großen Vorbilder am heimischen PC besitzen. Dateien betrachten oder diese unterwegs bearbeiten ist ohne Probleme möglich.
Aufgrund des leistungsstarken 528 Megahertz Prozessors reagiert das Betriebssystem meist ohne nennenswerte Verzögerungen. Gelegentliche Verschnaufpausen erlaubt sich das Xperia dennoch, auch wenn diese seltener vorkommen wie bei anderen WinMob-Smartphones.
Für das erste Sony Ericsson Smartphone musste natürlich eine neue Benutzeroberfläche geschaffen werden. Dabei setzt das schwedisch-japanische Unternehmen auf die so genannten Panels. Dies sind individuelle Benutzeroberflächen, die ja nach Panel unterschiedliche Funktionen auf den Startbildschirm legen und auch optisch eigene Wege gehen. Auf dem Xperia X1 findet sich eine eigene Taste für die Panelsauswahl. Ein Druck auf diese öffnet die gesamte Auswahl an zur Verfügung stehenden Panels. Auf den ersten Blick zeigt das Display max. 9 Panels an. Weitere lassen sich kostenlos von der offiziellen Sony Ericsson Seite auf das Gerät laden.
Darüber hinaus finden sich noch Standartprogramme wie Kalender, Wecker, Aufgabe- und Notizliste, Taschenrechner usw. Eine komfortable Übersichtsfunktion erleichtert die Suche im Funktionsdschungel nach speziellen Programmen.
Damit auch alle Funktionen so lange und ausgiebig nutzbar bleiben, verbirgt sich unter der rückseitigen Abdeckung ein 1500 mAh starker Akku. Selbst bei voller Ausnutzung energieintensiver Funktionen konnten wir den Kraftspeicher nur nach guten zwei Tagen leeren. Die meisten Genrevertreter machen hier oftmals schon nach einem Tag schlapp.
Wer sein Xperia also nur gelegentlich die Hand nimmt, wird das Smartphone rund eine Woche ohne neues Aufladen nutzen können.
Gehen wir in unserem letzten Punkt auf die Telefonfunktion an sich, und dessen Qualität ein. Bei der Empfangsstärke muss sich der Nutzer nicht vor Verbindungsabbrüchen fürchten. Wer sich im freien Bewegt kann stets auf ein voll verfügbares Netz zugreifen. In unserem Test sahen wir nur selten den Empfangsbalken in den unteren Stufen.
Teilnehmer klingen im Gespräch aber etwas zu abgestumpft. Dadurch verlieren Gesprächspartner etwas an ihrem eigenen Klangbild.
Sony Ericsson Xperia X1 – Fazit
Hochauflösendes Display, gute Kamera, ausziehbare Volltastatur, hochwertige Materiale, Panels, … Die Liste ließe sich beinahe ewig fortführen.
Sony Ericssons Einstand in den Smartphone-Bereich ist wirklich mehr als gelungen, technisch wie auch optisch. Ein ähnliches Smartphone in dieser Qualität sucht man bisher vergebens.
Selbst die typischen Mankos der Windows Mobile Benutzeroberfläche konnte Sony Ericsson weitgehend durch innovative Ideen, wie z. B. das Scrollpad, ausmerzen. Auch wenn diese nicht vollständig behoben wurden ist dies ein positiver Schritt in Richtung Benutzerfreundlichkeit. Besonders die Panels gefielen uns hierbei von der Ideen und der Umsetzung sehr gut.
Interessenten machen mit einem Kauf sicher nichts falsch, lediglich bei der Handhabung sollte man vorher selbst ausprobieren, wie einem die unterschiedlichen Bedienvarianten zusagen.
Ansonsten zählt das Sony Ericsson Xperia X1 zweifelsohne zu dem derzeit besten Smartphone auf dem Handymarkt.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von cspieker am 20. März 2009 um 14:26 veröffentlicht und unter Sony Ericsson, Testbericht abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |















