Handy Hersteller

Aktuelle News zu den neuesten Modellen aller großen Hersteller, Apple, Nokia, Samsung, HTC, Motorola und Palm

Kaufen oder Warten: Für wen sich das iPhone 4S wirklich lohnt

Für das Jahr 2011 hat Apple entgegen allen Erwartungen kein iPhone 5 im Gepäck. Vom iPhone 4S ist allerdings nicht jeder vollends überzeugt. Es stellt sich die Frage, ob ein Upgrade auf die Generation 4.5 tatsächlich lohnt.

Nach Apples Pressekonferenz am Dienstag zeigten sich die meisten Kommentatoren enttäuscht über das gerade vorgestellte iPhone 4S. Technisch kam nicht das, was man eigentlich erwartet hatte und in Sachen Software fielen die Neuerungen ebenfalls eher bescheiden aus. Einzig für die Spracherkennungssoftware Siri hatten Presse und Fans lobende Worte übrig. Ist das iPhone 4S deshalb Apples erster Flop? Mitnichten, schon in den ersten Stunden des Vorverkaufs hat das Gerät einen neuen Nachfragerekord aufgestellt und wurde über eine Million mal bestellt.

Überzeugte gibt es also offensichtlich genug, aber was ist mit den Zögernden? Für wen lohnt sich das neue Gerät? Klar ist, die Anschaffung eines iPhones ist finanziell kein Pappenstiel. Wer nicht das nötige Kleingeld mitbringt, wird sich das alljährliche Upgrade also nicht unbedingt leisten können. Gut gestellt sind allerdings diejenigen, die bisher noch im Besitz eines 3er-Modells sind und aufgrund einer Vertragsverlängerung Anspruch auf ein vergünstigtes Gerät haben. Sie bekommen das iPhone 4S nicht nur für einen ansprechenden Preis, sie können von dem Hardware-Upgrade deutlich profitieren.

Wie erste Benchmarks gezeigt haben, schlägt der Neuling alle älteren Modelle inklusive des Vorgängers um Längen. Die CPU ist circa 70 Prozent schneller, der Grafikchip bringt es sogar auf die siebenfache Leistung. Dieser Unterschied macht sich zum einen deutlich beim Spielen bemerkbar, zum anderen dürfte das neue iOS 5 auf keinem anderen Gerät so flüssig über den Bildschirm huschen. Zumal sich hier ein weiterer Punkt auftut, der für das Upgrade spricht, wenn man derzeit noch ein iPhone 3G sein eigen nennt: Die fünfte Version des Betriebssystems steht für diese Baureihe nicht mehr zur Verfügung. Das bedeutet Verzicht auf Multitasking, Verzicht auf die iCloud und Verzicht auf das Notification Center.

Schwieriger ist der Fall für jene, in deren Besitz sich das iPhone 4 befindet. Dieses Modell läuft nach dem Software-Update immer noch angenehm flüssig und gehört in Sachen Hardware-Leistung längst nicht zum alten Eisen. Einziges Manko ist das Fehlen von Siri, welches Apple exklusiv mit dem 4S ausliefert. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass das Feature künftig auch über einen Jailbreak verfügbar wird. Bleibt die extrem verbesserte Grafikkapazität des Nachfolgers, von der vor allem Hardcore-Gamer profitieren werden. Da sich auch optisch nichts verändert hat, ist das iPhone 4S für Besitzer des 4ers so zumindest kein Muss.

Wem das als Entscheidungshilfe nicht ausreicht, sollte auf weitere Tipps zum iPhone 5 warten. Spätestens in ein paar Monaten wird sich zeigen, ob sich das auf die nächste Generation tatsächlich lohnt.

iphone4s

iPhone 4S gestartet – die Welle rollt auf Unternehmen zu

Mit dem internationalen Verkaufsstart des iPhone 4S am 14. Oktober versucht Apple mit einer fortgeschrittenen Technik, neuen und innovativen Features sowie einer altbewährten Marketingstrategie die Position als Marktführer wieder zurückzuerobern. Zweifelsohne wird der amerikanische Konzern auch in dieser Generation schwarze Zahlen schreiben. Dass diese Mobilgeräte auch bereits in fremden Unternehmen von den Angestellten als Mitbringsel mitgebracht werden, lässt sich nicht leugnen. Viel interessanter ist jedoch das Umfunktionieren dieser technischen Spielereien zu einem nützlichen Equipment: Ein vielseitiges, mobiles Gerät zum Arbeiten in einem Betrieb. Mit dem sogenannten MDM ( Mobile Device Management ) und dem neuen iPhone 4S lassen sich Unternehmen völlig neu strukturieren.

Installation, Konfiguration und Kontrolle
Mit dem Mobile Device Management soll in erster Linie die Sicherheit im Umgang von firmeninternen Informationen gesteigert werden. Mit dem Einsatz der Mobilgeräte am Arbeitsplatz war das Sicherheitsrisiko durch verdächtige Applikationen, die sich Zugang zum Betriebssystem verschaffen und streng geheimes Material durchsickern lassen, erhöht. Adam Stein, Marketing Director of Mobile Device Management Provider MobileIron bestätigte diese Bedrohung: “Momentan existiert in der IT-Branche ein sogenanntes Phänomen, das man “Schatten-IT” nennt. In anderen Worten, die Möglichkeit für Angestellte ihre mobilen Geräte im Unternehmen zu benutzen und das Sicherheitssystem zu umgehen.”

Mit MDM ist dies nicht länger möglich, da ein zentrales Management sämtliche im Unternehmen registrierte Geräte überwacht und zusammen kooperieren lässt. Durch diese Kontrolle erhalten die Mobilgeräte die erforderlichen Befugnisse und Benutzerrechte, die benötigt werden, um mit dem Betriebssystem zu kommunizieren oder das Internet zu benutzen. Ein fremdes Eindringen in das System ist durch die notwendige Authentifizierung und Installation nicht möglich. “Mit dem Mobile Device Management, oder auch Mobile Business, können die mobilen Geräte nur durch eine Authentifizierung und Verifizierung sämtliche Dienste des firmeninternen Betriebssystems nutzen”, fügte Adam Stein hinzu.

Fluch und Segen zugleich
Durch die Freigabe der Mobilgeräte der Angestellten lassen sich für die Unternehmen nicht nur Kosten sparen, sondern durch das effizientere Kooperieren zwischen Smartphone und Computer ebenso der Profit erhöhen. Und nachdem die anfänglichen Befürchtungen bezüglich der Sicherheit hochsensibler Daten verflogen waren, setzten sich immer mehr Unternehmen für das Verwenden des MDM durch. “Die Welt ist nicht das einzige Gerät, das wir kennen”, erklärte Alan Panezig, RIM VP of Software, jedoch erkennt er auch die Einschränkung dieser technischen Neuerungen: Die Bildschirmgröße der Smartphones ist limitiert und daher eventuell nicht wirklich für den Einsatz in der IT-Branche geeignet. Dieses Problem existiert bei den gewöhnlichen Notebooks nicht.”

Kritiker hingegen traten schon längst auf die Euphoriebremse und warnen vor den Möglichkeiten, welche das Mobile Business bietet. So wird das groß geschriebene Sicherheitssystem in das Visier genommen und auf die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen der Smartphones eingegangen. Diese seien in der Regel nicht ausreichend gesichert und können so das restliche System ausbremsen und gefährden. Speziell für Verantwortliche in Unternehmen mit allerhöchsten Sicherheitsanforderungen sind beispielsweise auch die in das neue iOS 5 integrierten Management- und Sicherheitsoptionen noch unzureichend.