Wer kennt das Problem nicht? Über Nacht noch das Handy frisch aufgeladen und nach nur einem Tag intensiver Nutzung muss das Gerät schon wieder an die lebensnotwendige Steckdose.

Nokia erkennt diese nervige Last und entwickelt derzeit einen Akku, der die ständig um uns befindliche Radiostrahlung als künftige Energiequelle nutzen soll.

Einen Prototyp hat Nokia bereits im britischen Cambridge entwickelt. Dieser verhindert zwar noch nicht das Laden per Steckdose, erreicht aber immerhin eine Leistung von 50 Milliwatt.

Mit dieser Energie ließe sich immerhin der Standby-Betrieb unendlich halten – und zudem völlig kostenfrei und umweltfreundlich. Vor allem die Laufzeit der stromfressenden Smartphones könnte damit erheblich gesteigert werden.

Die dafür verwendete Technik reicht bis zu den Anfängen des Rundfunks, und funktioniert nach dem Prinzip eines Kristall-Detektor. Dabei werden durch die elektromagnetischen Felder Elektronen in den Akkus in Schwingen versetzt und ein schwacher Induktionswechselstrom entsteht. Dieser wird in Gleichstrom umgewandelt und kann für den Betrieb des Geräts genutzt werden.

Für die Serienreife fehlen aber noch wichtige Ergebnisse, sowie Abstimmungen.
Markku Rouvala, Chef der Forschungsabteilung, gegenüber dem Techniker-Magazins Technology Review: „Selbst wenn es sich nur um Mikrowatt handelt, lässt sich damit Energie abzapfen. Die gesamte Schaltung darf nur nicht mehr Energie verbrauchen, als empfangen wird.“

Sollten die neuen Akkutypen serienmäßig verbaut werden, könnten Handys zukünftig überall und zu jeder Zeit da aufgeladen werden, wo Radiowellen, wie etwa Mobilfunkmasten, WLAN, etc. zur Verfügung stehen.

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