SkypeDie beiden größten deutschen Mobilfunknetzbetreiber, T-Mobile und Vodafone, hadern mit ihrem größten Handy-Lieferanten, Nokia. Die Finnen hatten im Februar angekündigt, auf Handys der N-Serie künftig die Skype Software ab Werk zu installieren. Damit könnte der Nutzer dann bei mit Hilfe einer schnellen WLAN Verbindung kostenlose Telefonate über das Internet führen (VoIP).

Kürzlich kamen Gerüchte auf, T-Mobile und Vodafone würden die entsprechenden Nokia Handy-Modelle künftig nicht mehr anbieten. Ende März hatte T-Mobile (bei der Ankündigung des Skype Clients für das iPhone) sogar offiziell erklärt, dass eine VoIP Nutzung „nicht Gegenstand des Vertrages“ sei. Mittlerweile scheinen die Mobilfunker ihre Haltung jedoch zu überdenken. So will Vodafone einen Spezialtarif für Kunden anbieten, die VoIP Dienste nutzen möchten. „Verschiedene Modelle“ prüft auch T-Mobile, so T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow, der zugleich bestätigte, dass T-Mobile auch das künftige Nokia N97 vertreiben werde.

Dabei gilt allerdings eine Einschränkung: Sowohl T-Mobile als auch Vodafone Kunden werden den Skype Client nicht ab Werk auf ihren Geräten finden. Allerdings kann die Software nachträglich installiert werden. Skype hatte vor wenigen Wochen den Client für das iPhone in den Apple AppStore eingestellt und bereits nach kurzer Zeit die 1-Millionen-Downloads-Grenze überschritten. Die Netzbetreiber argumentieren, dass das hohe Datentransfervolumen VoIP Anwendungen die Leistungskraft der Netze überstrapazieren und eine deutlich schlechtere Verbindungsqualität die Folge sein könne. Insgeheim fürchten die Mobilfunkanbieter jedoch signifikante Umsatzverluste durch die Telefonate über Skype.

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