Testbericht LG Black Secret
Mit voller Stolz präsentierte der südkoreanischen Hersteller LG am 24. April das “Secret“ dem Fachpublikum.
Bereits im Vorfeld wurde das enorme Potential, sowohl technisch als auch optisch mehr als deutlich und konnte zudem mit etlichen Innovationen überzeugen.
Nun ist das dritte Gerät der erfolgreichen Black-Serie im Handel erhältlich und muss seine Markttauglichkeit beweisen.
Ob das LG Secret wirklich das volle Potential ausgeschöpft hat und es sein Geld wert ist, erfahren Sie wie immer in unserem umfangreichen Testbericht.
LG Black Secret-Design
In Deutschland steht LG laut einer Umfrage an der Spitzenposition, wenn es darum geht, wer die besten Design-Handys produziert. Mit dem Black Secret scheint der Fabrikant dem guten Image gerecht zu werden. Schon bei der Farbwahl wurde auf eine stillsichere und zeitlose Farbkombination geachtet. Schwarz und Silber dominieren die farbliche Erscheinung in einem ausgewogenen Zusammenspiel.
Das 2,4 Zoll große Display der Frontseite und die darunter liegenden Navigationstasten werden sowohl von einer schlichten und kratzfesten Glasfront geschützt, als auch von glänzenden Linien aus Metall umrandet. Am unteren Ende der Vorderseite finden sich die Tasten für Telefonate und eine Löschtaste.
An den Seitenrändern sind üblicherweise Schnellzugriffstasten eingearbeitet. Diese dienen zur Lautstärkeregelung, Aktivierung des Touchscreens und der Kamera, sowie eine zur Öffnung das Multitasking-Menüs. Auf der anderen Seite befindet sich ein Port für Stereoheadset und Ladegerät.
Auf der Rückseite sorgt die aus Kohlefaser verarbeitete Akkuabdeckung für einen schimmernden Effekt. Für eine weitere optische Spielerei wurde die Kameralinse inmitten eines Metallrings eingebetet. Beide Komponenten im Verschmelzen zu einem stimmigen Design, ohne überladen zu wirken.
LG Black Secret-Verarbeitung
In punkto Verarbeitung trumpft der Hersteller wie üblich mit einer soliden Bauweise auf. Bei einer solchen Materialwahl und Preisklasse zwar fast schon verständlich, dennoch erfreut es den Nutzer zu sehen, wie alle Elemente wunderbar zu einem robusten und schicken Gehäuse vereint wurden. An keiner einzigen Stelle finden sich breite Spalten, überstehende Teile oder lose Tasten. Das Display sitzt bombenfest und stabil unter der großen Glasfront und der Slidemechanismus besitzt einen markanten Federpunkt, der nicht überraschend oder ungewollt greift.
Die darunter versteckte Tastatur wurde ebenfalls gut in das Gehäuse integriert und bietet eine optisch einwandfreie Übersicht und optimale Druckpunkte. Allerdings lassen sich die Tasten gefühlsmäßig schlecht voneinander unterscheiden. Bis es zum blinden Schreiben von Texten kommt, muss also erst einmal kräftig geübt werden. Die an der Gehäuseseite befindlichen Schnellzugriffstasten lassen sich hingegen einwandfrei ausfindig machen.
Erfreulich ist auch die geringe Gehäuseabmessung von gerade einmal 102,8×50,8×11,8 mm, womit das LG Black Secret unterwegs überall seinen Platz findet. Dem gegenüber steht leider das verhältnismäßig hohe Gewicht von satten 117 Gramm. Grund hierfür ist vor allem die gewichtige Glasfront und das eingearbeitete Metall. Designverliebte oder Nutzer, die besonderen Wert auf gelungene Optik legen, werden dieses Gewicht hingegen locker zu verschmerzen wissen.
LG Black Secret-Bedienung
Seit erscheinen des iPhones besteht in der Branche ein regelrechter Bedienungshype, dem sich kein Hersteller mehr entziehen kann. Im LG Black Secret finden sich gleich zwei grundlegende Steuerungsvarianten.
Die erste Möglichkeit der Handhabung erfolgt über die gewöhnlichen Richtungstasten, die sich unterhalb des Bildschirms befinden und nach dem Einschalten des Handys in pulsierenden Blautönen zum Leben erwachen. Bedient werden diese einfach durch Auflegen eines Fingers. Anders als beim Samsung SGH-U900 Soul reagieren diese aber auch dann noch, wenn sich zwischen Finger und Tastenfeld etwas Stoff, z. B. bei Handschuhen, befindet. Wenn dies auch nur äußerst schwerfällig gelingt. Bei den alphanumerischen Tasten fällt die Unterscheidung optisch leicht, gefühlsmäßig eher weniger gelungen aus.
Das Menü selbst ist sehr übersichtlich und verständlich. Die Struktur lässt sich auf Wunsch mit wenigen Eingaben abändern und anders anordnen. In Verbindung zu den erwähnten Navigationstasten geht die Bedienung schnell in Fleisch und Blut über.
Die zweite Steuerungsvariante versteckt sich unter der Glasfront, genauer gesagt mittels Touchscreen. Diese Bedienmethode wurde sehr geschickt und unauffällig in das Display eingepflanzt. Der Wechsel zwischen Berührungsempfindlichkeit und normaler Bedienung ändert sich über einen simplen Knopfdruck, der sich am rechten Seitenrand befindet. Während der Touchscreen aktiviert wurde erscheinen fünf Menüpunkte, die zu Spielen, Musikplayer, Fotoalbum, Radio und Dokumenten führen. Auch hier zeigt sich eine selbstredende und übersichtliche Menüführung. Als weitere Innovation befindet sich ein Lagesensor im Gehäuse, der nicht nur Bilder in die richtige Position dreht, sondern noch einiges mehr zu bieten hat. Siehe LG Black Secret-Multimedia, Spiele
LG Black Secret-Kamera
Und ja, wer hätte das für Möglich gehalten, eine Kamera ist natürlich auc an Board. Dabei handelt es sich aber nicht um irgendeine, sondern um die laut Hersteller flachste 5 MP Digitalkamera, die in aktuellen Handys Verwendung findet. Aktiviert wird diese entweder im Hauptmenü, oder über eine am Seitenrand befindliche Schnellzugriffstaste. Um Fotos aufzunehmen hält man das LG Black Secret quer. Die Navigationstasten gewähren währenddessen Zugriff zu den wichtigsten Funktionen wie etwa Zoom (10 fach), Makromodus oder Videoaufnahmen. Darüber hinaus werden aber noch unzählige weitere Features geboten, die sich ebenso im Aufnahmemodus einstellen lassen. Dazu gesellen sich verschiedene Effekte (schwarz/weiß, Sepia, negativ, Linien, etc.), Farbstiche (Grünstich, blau, rot, …), Qualitätseinstellungen, Timer, Aufnahmegröße, Blitz, usw. Sind Fotos oder Videos erst einmal im Kasten, können diese auch in den eigenen Blog geladen oder über den TV-Ausgang an Fernsehern und Beamern betrachtet werden.
Bei Videoaufnahmen zeigt die Kamera wirklich ansehnliche Werte. So werden im QVGA-Modus 120 Bilder/sek., in VGA immerhin noch beachtliche 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden.
Dass dient nicht nur zur flüssigen Wiedergabe der Videos, sondern auch um sehenswerte Zeitlupeneffekte zu fabrizieren
Selbst ganze Spielfilme können auf SD-Karte abgespeichert und in hoher Qualität betrachtet werden.
LG Black Secret-Musikplayer
Das Herzstück für alle Musikbegeisterten ist der praktische Musikplayer. Und dort findet sich jeder schnell zurecht. Dafür sorgt ein übersichtliches Layout, sowie einfachste Bedienbarkeit. Damit der Musikspaß nicht zu kurz kommt, unterstützt das LG Black Secret externe Speicherkarten bis zu 4 GB.
Sowohl über Lautsprecher, als auch über die mitgelieferten Kopfhörer gibt es an der Soundausgabe nichts zu rütteln. Der Equalizer sorgt zudem dafür, dass jeder seine persönliche Note in die Musik mit einfliesen lassen kann.
Bis zu 50 Speicherplätze und einen automatischen Senderdruchlauf bietet das eingebaute RDS-Radio. Dabei kommen die Kopfhörer als Antenne zum Einsatz, wer möchte hört aber auch über Lautsprecher.
Gleichgültig ob MP3-Player oder Radio, beides eint eine einfache Handhabung und etliche Einstellungsmöglichkeiten.
LG Black Secret-Multimedia
Auch bei den Spielen schlägt der Hersteller lobenswerterweise einen anderen Weg ein. Bei den sechs anwählbaren Minispielen (Dart, Hammerwerfen, Angeln, Zauberkugel, Baseball und Labyrinth) erfolgt die Steuerung über nachempfundene Bewegungen, die der Lagesensor in Eingabebefehle umwandelt.
Um in jeder Situation das Handy optimal nutzen zu können, lassen sich bis zu 6 Profile frei konfigurieren, in denen man Lautstärke, Rufton und ähnliches festlegen kann.
Unterwegs im Netz surfen? Mit dem LG Black Secret ebenfalls kein Problem. Hierbei sorgt HSDPA (3,6 Mbit/sek.), GPRS, EDGE und UMTS für eine schnelle und stabile Datenübertragung. Trotz HSDPA-Unterstützung bleibt der vorinstallierte Browser etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück. Abhilfe schafft der kostenlos erhältliche Opera-Mini-Browser.
Mittels UMTS lassen sich sogar Fernsehsendungen unterwegs verfolgen, allerdings hebeln hier die teils teuren Übertragungskosten den Spaß aus.
Ein Multimedia-Handy zeichnet sich aber nicht nur über „große Funktionen“ aus, sondern auch durch vielseitige Verwendbarkeit. An das dachten offenbare auch die Hersteller, und packten unter dem Menüpunkt „Extras“ Wecker, Rechner, Stoppuhr, Umrechner (für Währung, Volumen, Masse, etc.) und Weltzeituhr.
LG Black Secret-Fazit
Das der südkoreanische Hersteller nicht umsonst zu den erstrangigen Handyfabrikanten gehört, stellten sie mit den ersten Gerät der Black-Serie, dem „Choclate“ unter Beweis. Mit dem Secret unterstreichen die Südkoreaner diese Position eindrucksvoll. Sowohl optisch, als auch technisch schließt der jüngste Spross der Black-Reihe zur Handy-Spitzenklassen auf. Die kleineren Mängel fallen dabei kaum ins Gewicht.
Für Technik- und Optikbegeisterte wahrlich ein genauerer Blick wert.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von cspieker am 1. August 2008 um 11:48 veröffentlicht und unter LG, Testbericht abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |





















