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iPhone 4S gestartet – die Welle rollt auf Unternehmen zu

Mit dem internationalen Verkaufsstart des iPhone 4S am 14. Oktober versucht Apple mit einer fortgeschrittenen Technik, neuen und innovativen Features sowie einer altbewährten Marketingstrategie die Position als Marktführer wieder zurückzuerobern. Zweifelsohne wird der amerikanische Konzern auch in dieser Generation schwarze Zahlen schreiben. Dass diese Mobilgeräte auch bereits in fremden Unternehmen von den Angestellten als Mitbringsel mitgebracht werden, lässt sich nicht leugnen. Viel interessanter ist jedoch das Umfunktionieren dieser technischen Spielereien zu einem nützlichen Equipment: Ein vielseitiges, mobiles Gerät zum Arbeiten in einem Betrieb. Mit dem sogenannten MDM ( Mobile Device Management ) und dem neuen iPhone 4S lassen sich Unternehmen völlig neu strukturieren.

Installation, Konfiguration und Kontrolle
Mit dem Mobile Device Management soll in erster Linie die Sicherheit im Umgang von firmeninternen Informationen gesteigert werden. Mit dem Einsatz der Mobilgeräte am Arbeitsplatz war das Sicherheitsrisiko durch verdächtige Applikationen, die sich Zugang zum Betriebssystem verschaffen und streng geheimes Material durchsickern lassen, erhöht. Adam Stein, Marketing Director of Mobile Device Management Provider MobileIron bestätigte diese Bedrohung: “Momentan existiert in der IT-Branche ein sogenanntes Phänomen, das man “Schatten-IT” nennt. In anderen Worten, die Möglichkeit für Angestellte ihre mobilen Geräte im Unternehmen zu benutzen und das Sicherheitssystem zu umgehen.”

Mit MDM ist dies nicht länger möglich, da ein zentrales Management sämtliche im Unternehmen registrierte Geräte überwacht und zusammen kooperieren lässt. Durch diese Kontrolle erhalten die Mobilgeräte die erforderlichen Befugnisse und Benutzerrechte, die benötigt werden, um mit dem Betriebssystem zu kommunizieren oder das Internet zu benutzen. Ein fremdes Eindringen in das System ist durch die notwendige Authentifizierung und Installation nicht möglich. “Mit dem Mobile Device Management, oder auch Mobile Business, können die mobilen Geräte nur durch eine Authentifizierung und Verifizierung sämtliche Dienste des firmeninternen Betriebssystems nutzen”, fügte Adam Stein hinzu.

Fluch und Segen zugleich
Durch die Freigabe der Mobilgeräte der Angestellten lassen sich für die Unternehmen nicht nur Kosten sparen, sondern durch das effizientere Kooperieren zwischen Smartphone und Computer ebenso der Profit erhöhen. Und nachdem die anfänglichen Befürchtungen bezüglich der Sicherheit hochsensibler Daten verflogen waren, setzten sich immer mehr Unternehmen für das Verwenden des MDM durch. “Die Welt ist nicht das einzige Gerät, das wir kennen”, erklärte Alan Panezig, RIM VP of Software, jedoch erkennt er auch die Einschränkung dieser technischen Neuerungen: Die Bildschirmgröße der Smartphones ist limitiert und daher eventuell nicht wirklich für den Einsatz in der IT-Branche geeignet. Dieses Problem existiert bei den gewöhnlichen Notebooks nicht.”

Kritiker hingegen traten schon längst auf die Euphoriebremse und warnen vor den Möglichkeiten, welche das Mobile Business bietet. So wird das groß geschriebene Sicherheitssystem in das Visier genommen und auf die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen der Smartphones eingegangen. Diese seien in der Regel nicht ausreichend gesichert und können so das restliche System ausbremsen und gefährden. Speziell für Verantwortliche in Unternehmen mit allerhöchsten Sicherheitsanforderungen sind beispielsweise auch die in das neue iOS 5 integrierten Management- und Sicherheitsoptionen noch unzureichend.