Special MWC 2009 – Bereich Betriebssysteme
Aber auch im Bereich der Betriebssysteme legten die Hersteller einen ordentlichen Schritt in Richtung Bedienfreundlichkeit und Innovation zu. Auch hier gilt Apple mit seinem Kulthandy iPhone als Vorreiter, die zuerst eine besonders benutzerfreundliche Oberfläche in ihr Smartphone integrierten, das zudem noch schnell reagierte und besonders leicht zu beherrschen war. Konkurrenten wie Windows mit ihrem Windows Mobile Betriebssystemen konnten da bisher nicht mithalten, da hier die Menüs oftmals nicht gerade fingerfreundlich gestaltet sind.
Seit dem WMC 2009 ist eines auf jeden Fall bekannt – die Hersteller holen zum Gegenschlag aus. Wie diese aussehen, möchten wir Ihnen im folgenden Text einmal näher vorstellen. Zwar geht hier jeder einen anderen Weg, das Ziel bleibt aber stets gleich – man möchte die Benutzfreundlichkeit steigern, bei flüssiger Darstellung, unterlegt mit oftmals aufwendigen Animationen.
Besonders gut gefiel uns der koreanische Hersteller LG, der bei der Fingereingabe in Zukunft die neue 3D-Benuteroberfläche „S-Class“ nutzen wird. „Superior-Class“, so der vollständige Name, soll in den Handys der nächsten LG-Generation Verwendung finden. Der Schwerpunkt liegt auf einer einfacheren Bedienbarkeit und einer komfortableren Übersicht, die durch grafisch aufwendige Animationen Leben auf den Bildschirm zaubert.
Als Mittelpunkt der neuen Benutzeroberfläche dient ein Würfel, der zu jeder Seite eine neue Kategorie präsentiert. Auf der „Hauptseite“ des Cubes findet sich das geordnete Hauptmenü. Natürlich reagiert es mittels Lagesensors und passt sich so der Ausrichtung des Handys selbst an.
„S-Class“ wird zu aller erst auf dem 3 Zoll Screen des im März erscheinenden LG Arena zu sehen und nutzen sein. Den Bisherigen positiven Eindruck des neuen Systems trübt die fehlende Erweiterbarkeit.
Als definitives Zukunftsprodukt gilt schon heute die Android-Software. Zahlreiche Hersteller kündigten bereits Smartphones mit dem Googles-Betriebssystem an. Auch neue Fabrikanten, wie etwas das chinesische Unternehmen Huawei, setzen auf das offene System und erhoffen sich dadurch den Durchbruch auf anderen Märkten außerhalb des eigenen Kontinents.
Technische Daten gab der Hersteller hingegen nicht preis. Dafür aber eine Vorstellung zur Marktposition. Bis 2012 erwarten die Chinesen einen Marktanteil im Smartphonesegment von satten 30 Prozent. Überschätzung oder nicht, dass wird sich noch herausstellen müssen. Äußerlich ähnelt es schon mal sehr stark dem Vorbild iPhone.
Sicher ist aber eines – Android wird seit der Markteinführung über das T-Mobile G1 als größter Konkurrent zu Apple´s Betriebssystem gehandelt. Nutzer können ähnlich dem AppStore auf einen Internetstore zugreifen und dort zahlreiche Spiele, Programme und Anderes teils kostenfrei downloaden. Schon jetzt sicherten unzählige Anbieter ihre Unterstützung zu.
Auf diesen Zug springt auch HTC auf. Dafür kündigte der Hersteller erstmals das HTC Magic an, dass ebenfalls mit Googles Betriebssystem ausgestattet wird. Als exklusiver Vertriebspartner fungiert diesmal
aber nicht T-Mobile, sondern Vodafone. Technische Details zum Barrenhandy liegen teilweise bereits vor. So soll der 3,2 Zoll große Screen touchfähig sein und 320×480 Pixel darstellen können. Die Kamera wird mit einem 3 MP-Chip ausgestattet. Damit auch alles reibungslos übern den Bildschirm läuft ist der Prozessor mit 528 MHz getaktet.
Ein Erscheinungsdatum liegt uns allerdings noch nicht vor, sicher ist, das es in diesem Jahr auf den Markt kommen wird. Wir rechnen mit einer Veröffentlichung bereits im 2. Quartal.
Und wie sieht es mit dem neuen Windows Mobile 6.5 aus? Nun, Microsoft selbst lobt sein überarbeitetes Betriebssystem in den 7. Himmel. Das Ergebnis biete laut diversen Quellen aber wenig anlas zur Freude. Zwar sieht das neue System hübscher aus, soll auch schneller laufen und zum Teil endlich Fingerfreundlicher gestaltet sein, allerdings nur Oberflächig.
An den tieferen Untermenüs, etwa bei den Einstellungen, wurde allem Anschein nach wenig weiterentwickelt. Das war allerdings der größte Knackpunkt der bisherigen Versionen, denn dort sieht es mit einer genauen Eingabe mittels Finger sehr schlecht aus. Die anwählbaren Punkte liegen dort einfach zu eng aufeinander.
Daher legten die meisten Hersteller ihren Smartphones mit WinMob bisher einen Stylus bei, um die Einstellungsmöglichkeiten und die Bedienbarkeit zu bewahren.
Für eingefleischte Microsoft-Fans bedeutet das wohl warten, was Version 7.0 bringt. Die soll laut Microsoft umfassende Neuerungen bieten. Wir warten skeptisch ab, freuen uns aber, wenn das neue Betriebssystem den Ankündigungen gerecht wird.
Bisher setzen immer noch viele Hersteller im Smartphonebereich auf Windows. Auf der Messe wurde aber gezeigt, dass die Schwächen von Microsoft auf eigene Faust ausgemerzt werden. Das Grundgerüst wird dazu behalten, um die Benutzung fingerfreundlicher zu gestalten werden eigene Benutzeroberflächen darüber gelegt.
Das sieht nicht nur besser aus, sondern erfüllt auch deutlich den Wunsch nach einfacherer Bedienbarkeit. Zudem können sich die Hersteller selbst kreativ austoben und mit unterschiedlichen Darstellungen und Strukturen einen Unterschied zu anderen Marken ziehen. Davon profitieren in erster Linie die Käufer selbst, die auf ein komplexes System vertrauen können, aber die eigenen Vorstellungen zur Wahl mit einbeziehen können.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von mkrammer am 24. Februar 2009 um 16:03 veröffentlicht und unter Betriebssysteme abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |













