Mit Google reden und ans Ziel kommen. Ab sofort ist die kostenlose Google Maps Navigation fürs Handy auch in Deutschland verfügbar. Der Navigationsdienst funktioniert sogar auf Zuruf.

Das Suchmaschinenunternehmen präsentiert diese Woche seine Navigationssoftware. Die Betaversion funktioniert vorerst nur für Smartphones, die auf Android 1.6 und höher basieren.

Wie lässt sich Google Maps Navigation verwenden?

Google Maps Navigation lässt sich gratis aufs Handy downloaden. Für die Berechnung wird die lokale Suche von Google herangezogen. Per GPS-Signal lotst dann das System den Fahrer durch den Verkehr.

Die Strecke kann sowohl in einer klassischen Verkehrsansicht als auch in Satellitenbildern dargestellt werden. Karten für Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich und Spanien sind bislang freigeschaltet.

Google lädt dabei nur den aktuell benötigten Ausschnitt einer Karte. Dies soll laut Angaben der Entwickler nur wenige Sekunden dauern.

Pro Strecke seinen etwa 200 KB Datenvolumen nötig. Damit sollte man mit dem Übertragungs-Limit von Daten-Flatrates für Handys und Smartphones also lange auskommen.

Der Navigationsdienst von Google hatte sich verzögert: Eigentlich war schon vor mehr als einem halben Jahr dessen Einführung in Deutschland geplant.

Zeitgleich mit Google Maps Navigation wird eine weitere Innovation präsentiert:

Die Sprachsuche („Search by Voice“).

Anstatt Begriffe einzutippen, kann der Nutzer diese nun auf Zuruf seinem Smartphone durchgeben. Die Sprachsteuerung erlaubt das Aufrufen von Kontakten, Suchmaschinen – und eben auch dem neuen Navigationsdienst.

Die Sprachsuchfunktion steht als Google-App ebenfalls ab sofort zum Download bereit. Sie ist neben Android-Handys ab Version 1.6 auch für BlackBerry, iPhone sowie Nokia-Handys mit dem Betriebssystem Symbian S60 verfügbar.

Google erhofft sich von der kostenlosen Navigationslösung sowie Sprachführung einen weiteren Kaufanreiz für die eigenen Smartphones:

Bislang waren nämlich die auf Android basierenden Modelle wie das Nexus One hinter den Verkaufserwartungen zurückgeblieben.

Google kooperiert deshalb auch stark mit HTC, Motorola und Samsung. Zusammen mit innovativen Apps soll mit den Android-Smartphones der Anschluss an die Marktführer Nokia, BlackBerry und Apple gelingen.

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