Neues Betriebssystem bei Nexus S, Testversionen für HTC und Samsung. Soeben hat Google das „Nexus S“ vorgestellt, das erste Smartphone auf Basis von Android 2.3 (Gingerbread). Verkaufsstart war in den USA am 16. Dezember, aktuell ist es auch im UK erhältlich. Samsung gab gegenüber areamobile an, dass das Google Nexus S in Deutschland ab Februar 2011 vertrieben wird.

Das Google Nexus S besitzt einen 4 Zoll großes Super-AMOLED-Display, das leicht nach innen gewölbt ist. Dadurch sollen störende Reflektionen minimiert und die Handlichkeit erhöht werden. Angetrieben wird das Smartphone von einer 1GHz starken Hummingbird CPU, als interner Speicher sind 16 GB vorgesehen – leider ohne Erweiterungsmöglichkeit via microSD. Das Smartphone weist wenig überraschend große Ähnlichkeit zum Samsung Galaxy S auf.

Das Nexus S kriegt in puncto Android 2.3 rasch Gesellschaft: Schon jetzt stellte das Unternehmen in seinem „Android Open Source Project“ entsprechende Entwicklungstools und den Quellcode für Android 2.3 online. Damit sind Testversionen des Betriebssystems HTC Hero, Desire und Wildfire sowie Samsung Galaxy S i9000 im Umlauf.

Was hat sich bei Android 2.3 verändert und worauf sollten die Nutzer achten?

Android Gingerbread basiert nun auf einem Linux Kernel 2.6.35. Das Design wurde im Allgemeinen überarbeitet – die Menüs wirken reduzierter und sind dunkel eingefärbt, der Download Manager vereinfacht. Die neue Benutzeroberfläche soll noch leichter bedienbar sein.

Die ebenfalls neu gestaltete virtuelle Tastatur unterstützt nun Multitouch, so dass schnellere Eingaben möglich sind.

Nicht benutzte Hintergrundanwendungen werden mit Android 2.3 geschlossen, damit weniger Strom verbraucht wird. Dadurch soll der Akku länger halten.

Interessant für Entwickler bei Android 2.3: Reaktionszeiten für Spiele wurden verbessert, ein Garbage Collector und neue Features integriert. Aktuelle Multimedia-Formate wie VP8 / WebM werden ebenso wie NFC (kontaktlose Datenübertragung) unterstützt.

Also, schnell das Originalsystem seines Smartphone mit Android 2.3 Gingerbread ersetzen?

Jean-Baptiste Queru, Entwickler bei Android, warnt Nutzer vor zu schnellen Aktualisierungen. Es bestünde die Gefahr, die Software des Geräts unwiederbringlich zu zerstören. Selbst beim Nexus S könne ein solches Update zum so genannten „Brick“ führen.

Wer das Smartphone Nexus One nutzt, muss sich ebenfalls gedulden. Die Firmware werde erneuert, das steht nach einen offiziellen Google-Tweet fest. Doch wann das konkret der Fall ist – darüber schweigt sich Google momentan noch aus.

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