Der Datenverkehr stieg im vergangenen Jahr auf 70 Millionen Gigabyte an. Sind unsere Mobilfunknetze dem gewachsen? Stiftung Warentest prüfte die Leistungsfähigkeit der deutschen Mobilfunknetze.

Wenn es nur ums Telefonieren geht, so sind unter den großen deutschen Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus kaum Unterschiede auszumachen. Jedoch im Bereich des rasant anwachsenden Datentransfers entdeckte die Stiftung Warentest-Feldstudie gravierende Unterschiede.

Mobiles Internet und der verstärkte Einsatz von Smartphones hatten den Datenverkehr in 2010 auf 70 Millionen Gigabyte mehr als verdoppelt. Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Breitband-Anbieter zeigen sich sowohl im Stadt-Land-Vergleich als auch zwischen den Wettbewerbern teilweise enorme Unterschiede.

Möchte ein Nutzer aber größere Datenmengen downloaden, so trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Und hier liegt die Telekom klar vorn: Telekom 3,4 Mbit/s in Ballungsgebieten sowie 2,5 Mbit/s auf dem Land, Vodafone (2,8/1,9 Mbit/s) und O2 (2,1/1,5). Schlusslicht ist E-Plus mit 0,9 bzw. 0,5 Mbit/s. Geht es um das reine mobile Surfen, heißt der Sieger Vodafone. Weit abgeschlagen auch hier E-Plus.

Insgesamt schnitten Telekom und Vodafone am besten ab und wurden mit der Gesamtnote „gut“ (2,4) bewertet. Während O2 ein „befriedigend“ (2,6) erhielt. Auf Platz vier kassierte E-Plus wegen der schlechten Datenübertragung nur „ausreichend“ (3,2).

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