Wer gerne SMS-Grüße aus dem Urlaub an Freunde und Bekannte schicken möchte, sich aber bisher vor den Kosten fürchtete, der wird sich bald freuen können.

Nachdem die EU-Komissarin Vivianne Reding einen Hochstpreis von 13 Cent pro Auslands-SMS inklusive Mehrwertsteuer forderte, stimmten nun auch die EU-Minister für Telekommunikation dem Vorschlag zu.

Damit werden die in Deutschland durchschnittlichen 40 Cent pro Urlaubs-SMS weit unterschritten, selbst die internen Kurznachrichten von 20 Cent sind noch über der Forderung.

Natürlich meldet sich dazu aber auch die Informations- und Telekommunikationsbranche zu Wort.So sagte der Hauptgeschäftsführer der BITKOM, Bernhard Rohleder, dass die EU offenkundig testen möchte, „wie weit sie die Wirtschaft mit Preisdiktaten belasten kann.“ Weiterhin betonte er, das mit unnötig niedrig gehaltenen Preisen der Netzausbau und deren Qualität darunter zu leiden habe.

Bereits im September 2008 konnte das EU-Parlament eine Begrenzung der Kosten für Auslandstelefonate durchsetzen. Seitdem dürfen Gespräche nicht mehr als 55 Cent, ohne enthaltene Mehrwertsteuer, pro Minute kosten, wenn diese innerhalb Europas stattfinden. Gleichzeitig gilt seit diesem Beschluss auch für Annehmer des Telefongesprächs eine Höchstbelastung von 0,26 €, ebenfalls ohne enthaltene Mehrwertsteuer.

Die aktuelle Forderung soll bereits nächstes Jahr umgesetzt werden, pünktlich zur kommenden Urlaubs-Hauptreisezeit.

Für eine endgültige Entscheidung müssen aber noch die EU-Parlamentarier zustimmen.

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